Neues City-Car Renault KWID für den indischen Markt

Schlüsselmodell für internationale Expansion Mit dem neuen City-Car KWID stärkt Renault seine Position au...

20. Mai 2015

Schlüsselmodell für internationale Expansion

Renault KWID

Mit dem neuen City-Car KWID stärkt Renault seine Position auf dem wichtigen indischen Markt. Der im Werk Chennai gefertigte City-Mini wird zu einem Preis von ca. 4.000 bis 5.500 Euro auf dem Subkontinent erhältlich sein. Der 5-Türer besticht durch sein SUV-Design, moderne Multimedia-Technik und ein weit über dem Klassen­durchschnitt liegendes Raumangebot. Mit nur 3,68 Meter Länge und 1,58 Meter Breite ist der Renault KWID maßge­schneidert für die Mega-Cities Asiens. Fer­tigungsstart für den KWID wird im zweiten Halbjahr 2015 sein.

„Renault setzt mit dem KWID die Strategie erschwinglicher Mobilität für einen möglichst breiten Kundenkreis fort“, erklärt Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer der Renault Gruppe. „Indem er auf einer neuen Plattform der Renault-Nissan Allianz aufbaut, bietet der KWID für Renault die Möglichkeit, sein internationales Wachstum fortzusetzen und gleichzeitig dem Bedürfnis der Kunden gerecht zu werden, die ein modern gezeichnetes, robustes und uneingeschränkt alltagstaug­liches Fahrzeug wünschen“, so Ghosn weiter.

Modernes Design mit SUV-Elementen

Das Design des Newcomers orientiert sich am weltweiten Wachstumssegment der Sports Utility Vehicles, eine Neuheit in der Klasse der City-Minis. Kennzeichen sind kurze Überhänge vorne und hinten sowie die große Bodenfreiheit von 18 Zentimetern. Zusammen mit der hohen Sitzposition sorgt dies für exzellenten Überblick über das Verkehrsgeschehen.

In der Designphilosophie von Renault Designchef Laurens van den Acker, die sich an den unterschiedlichen Lebensabschnitten eines Erwachsenen orientiert, steht der KWID für die Phase „Explore“. Entsprechend wartet die Karosserie mit Styling-Elementen auf, die den Eindruck von Robustheit wecken. Hierzu zählt unter anderem der kraftvoll gezeichnete, das Renault Markenemblem betonende Kühlergrill. Weiteres Kennzeichen der Frontpartie ist das Tagfahrlicht in Form eines „C“, das zum typischen Erscheinungs­bild der neuen Renault Modelle gehört.

„Der Renault KWID verbindet ein emotionales Design mit dem Bedürfnis der Kunden nach Zuverlässigkeit. Seine SUV-Linien unterstreichen seinen robusten Charakter und betonen sein modern anmutendes Äußeres“, erklärt Laurens van den Acker.

Fließende Linien, große Fenster, ausgezeichnete Übersicht

An den Flanken sorgen skulpturhafte Linien für eine fließende, dynamische Note. Schwarze, eckig geschnittene Radhäuser, Seitenprotektoren und das Dekor im unteren Bereich der Türen wecken SUV-Assoziationen. Weitere Designelemente sind die hohe, leicht zum Heck hin ansteigende Gürtellinie sowie die steile, weit vorne liegende Windschutzscheibe. Die großen Fenster ermöglichen eine ausgezeichnete Übersichtlichkeit und tragen damit wesentlich zum Reisekomfort im KWID bei.

Die Heckpartie kennzeichnet als weiteres SUV-Element der an der Unterseite schwarz gefärbte, robuste Stoßfänger. Ein Heck­klappen-Spoiler in Wagenfarbe verleiht dem Karosserieabschluss einen dynamischen Touch.

Multimedia-Navigationssystem mit Touchscreen

Im Innenraum setzt sich der moderne, robuste Charakter des KWID fort. Am Instrumententräger vermitteln horizontalen Linien das Gefühl von Breite, während digitale Anzeigen und chromumrahmte Lüftungsdüsen für Modernität und gehobene Qualität stehen. Das Innenraumdekor stammt von Renault Design India. Kennzeichen ist die Mittelkonsole in Klavierlack-Optik. Harmonisch darin integriert ist das Multimedia-Navigationssystem Media-Nav mit 7-Zoll (18-cm)-Touchscreen-Farbmonitor, ein ungewöhnlich großes Bildschirmformat für das Segment des KWID. Neben Audioanlage und Bluetooth®-Schnitt­stelle umfasst das Gerät ein Navigationssystem mit hohem Bedienkomfort. Mit dem Media-Nav kommt Renault dem Bedürfnis der indischen Kunden nach Status und modernen Technologien entgegen.

Trotz der kompakten Fahrzeuglänge von 3,68 Metern – zum Vergleich: der Renault Twingo misst 3,59 Meter – konnten die Entwickler im fünfsitzigen KWID einen großzügig bemessenen Innenraum realisieren. Insbesondere die groß geschnittenen Vordersitze bieten einen überdurchschnittlichen Sitzkomfort. Auch im Fond steht den Passagieren ausreichend Platz zur Verfügung. Das Laderaumvolumen des Newcomers liegt ebenfalls weit über dem Standard im A-Segment.

Hochmoderne Technikbasis

Der neue KWID baut auf dem modularen CMF-Baukasten (Common Module Family) der Renault-Nissan Allianz auf. Dank CMF können die Allianzmarken eine Vielzahl von Fahrzeugen aus einem kleineren Teile-Pool fertigen, während der Kunde noch größere Vielfalt und höhere Qualität erhält. Kleinwagen basieren auf der CMF-A-, Mittelklassemodelle auf der CMF-B- und größere Fahrzeuge auf der CMF-C/D-Plattform.

Der KWID ist das erste Fahrzeug der Renault-Nissan Allianz mit CMF-A-Architektur. „Die CMF-A-Plattform eröffnet uns neue Perspektiven, die es uns ermöglichen, die Erwartungen unserer Kunden gerade in jenen Ländern, in denen die Nachfrage aktuell am stärksten ist, zu befriedigen oder sogar zu übertreffen“, erklärt Arnaud Deb�uf, Alliance Senior Vice President of Renault-Nissan BV and Alliance CEO Office. „Diese Kunden wollen kein Auto, das ursprünglich für die entwickelten Märkte konzipiert war, aber inzwischen überholt ist. Sie wünschen – vollkommen zu Recht – ein modernes, robustes und elegantes Fahrzeug zu einem Preis, der speziell in diesem Segment eine kleine Revolution darstellt“, so Deb�uf weiter.

Enge internationale Zusammenarbeit

Die Zulieferpartner für den KWID stammen zu 98 Prozent aus Indien, davon 60 Pro­zent aus dem Raum Chennai. Gleichzeitig ist der KWID ein Entwurf von internationalem Format. Um Entwicklungskosten und -zeit zu optimieren, griff Renault auf Ressourcen in Frankreich, Japan, Korea und Indien zurück. Beispiel Fahrzeugtests: Um die gesamte Kompetenz der Renault-Nissan Allianz zu nutzen, wurden Karosserie sowie Fahrwerk in Japan getestet und Karosseriekomponenten in Korea, während die Langlaufprüfungen in Frankreich stattfanden. Das komplette Fahrzeug und die Montage wurden außerdem noch einmal in Indien getestet.

Internationale Märkte immer wichtiger für Renault

Der KWID steht ebenso wie die Studie KWID, die im Februar 2014 auf der New Delhi Auto Show präsentiert wurde, für die verstärkte internationale Ausrichtung der Renault Gruppe. Die aufstrebenden Märkte spielen für die Renault Gruppe eine immer wichtigere Rolle. Im Jahr 2014 verkaufte der Konzern insgesamt 2.712.432 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in 125 Län­dern der Welt. Insgesamt 46 Pro­­zent davon gingen in Länder außerhalb Europas. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es noch 37 Prozent.

Das Unternehmen verfolgt die Strategie, Fahrzeuge möglichst nah an den Absatzmärkten zu fertigen. Insgesamt unterhält die Renault Gruppe 36 Produktionsstätten und 12.000 Verkaufspunkte weltweit. Um marktspezifische Besonderheiten stärker zu berücksichtigen, betreibt Renault außerdem regionale Entwick­lungszentren in strategisch wichtigen Ländern. Hinzu kommen fünf Designzentren in Frankreich, Brasilien, Rumänien, Südkorea und Indien. Auf diese Weise kann der Konzern ebenfalls gezielt auf marktspezifische Eigenheiten und Bedürfnisse eingehen, beispielsweise bei Stoffen und Farben.

Indien: Markt mit großem Potenzial

Mit seinen innovativen Ausstattungsdetails und seinem ansprechenden Design soll der neue KWID die Expansion des Konzerns in Indien entscheidend beschleunigen. Der indische Automobilmarkt gehört zusammen mit Russland, Brasilien und China zu den wichtigsten Säulen der internationalen Wachstums­strategie von Renault. Mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist Indien der drittgrößte Wirtschaftsraum Asiens. Für die Renault Gruppe arbeiten auf dem Subkontinent aktuell über 12.000 Personen.

Die Fahrzeugdichte in Indien ist mit derzeit 20 Autos auf 1.000 Einwohner noch sehr gering und bietet damit ein enormes Potential. Zum Vergleich: In China sind es bereits 105 Fahrzeuge, in Russland 300 und in Europa 600. Insgesamt wuchs der indische Automobil­markt 2014 um 3,1 Prozent. Die Zahl der Neuzulas­sungen lag bei 2.537.892 Fahrzeugen. Bis 2020 werden fünf Millionen verkaufte Neuwagen erwartet. Damit würde Indien zum weltweit drittgrößten Automobilmarkt avancieren. Renault will im gleichen Zeitraum seinen Marktanteil von zwei auf fünf Prozent steigern.

Aufstrebende Mittelklasse als Motor des Automobilmarkts

Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung des indischen Automobil­markts spielt die junge, aufstrebende Mittelklasse. Ein eigenes Auto bedeutet für sie ein Mittel, sich vom überlasteten öffentlichen Verkehr unabhängig zu machen und ihren sozialen Aufstieg nach außen hin zu demonstrieren.

Mit über 30 Prozent der Neuzulassungen spielt das Segment der größeren Minimodelle und City-Cars (A2- und A3-Segment) eine wichtige Rolle auf dem indischen Markt. Eine wachsende Zahl von Käufern ist auch hier an größeren, besser ausgestatteten Fahrzeugen interessiert. Vor dem Hintergrund eines rasanten Städte­wachs­tums spielen außerdem gut vernetzte und hochentwickelte Fahr­zeuge, die sich darüber hinaus als Familienwagen eignen, in ihren Kauf­plänen eine immer wichtigere Rolle. Der Renault KWID entspricht genau diesen Bedürfnissen.

Renault seit 2010 auf dem indischen Markt präsent

Renault startete 2010 als eigenständige Marke auf dem indischen Automobilmarkt und konnte seitdem seine Marktpräsenz konsequent ausbauen. Um flexibel auf die Besonderheiten des Marktes einzugehen und kundennah die Wünsche und Anforderungen indischer Autofahrer in zukünftige Serienmodelle einfließen zu lassen, produziert und entwickelt das Unternehmen auf dem Subkontinent Fahrzeuge. Mit dem Werk Chennai, dem ersten gemeinsamen Standort der Allianzpartner Renault und Nissan, verfügt das Unternehmen über eine moderne Fertigungsstätte mit einer Produktionskapazität von 480.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Chennai ist ebenfalls Sitz des Renault Nissan Technology and Business Centre India (RNTBCI). Das Technologiezentrum gehört zu den weltweiten Standorten der Allianzpartner für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben. Darüber hinaus ist das RNTBCI für das Einkaufswesen von Renault und Nissan zuständig. Ein weiterer Logistikstandort befindet sich in Pune Chennai. Hinzu kommt das 2007 eröffnete Entwicklungszentrum in Mumbai, die erste Einrichtung dieser Art eines ausländischen Autmobil­herstellers in Indien.

Gleichzeitig entwickelte Renault ein landesweites Vertriebsnetz, das bereits 80 Prozent von Indien beziehungsweise 120 Städte abdeckt. Das schnell expandierende Netz bestand 2011 noch aus 14 Händlern. Bis Ende 2014 vergrößerte Renault die Zahl seiner Verkaufs- und Servicestützpunkte auf 157 Standorte. Für Ende 2015 werden 205 Händler in Indien erwartet.

Wachsende Modellpalette und zahlreiche Auszeichnungen

Renault startete 2010 sein Engagement in Indien mit der Ankündigung, insgesamt fünf Modelle auf dem Subkontinent zu vermarkten. Als erste Typen kamen im Mai bzw. September 2011 Fluence und Koleos auf den Markt. Es folgten im Januar, Juli und September 2012 die Modelle Pulse, Duster und Scala. Mit der Zunahme des Modellangebots stiegen die Verkaufszahlen: Setzte Renault 2011 in Indien noch 1.500 Fahrzeuge ab, so waren es 2014 bereits 45.000 Einheiten. Damit ist Renault stärkste europäische Marke und die Nummer neun insgesamt in dem südasiatischen Land.

Der Marktstart des Kompaktvans Lodgy im April 2015 beschleunigt das Wachstum weiter. „Unser mittelfristiges Ziel sind fünf Prozent Marktanteil in Indien, einem Schlüsselland in den internationalen Wachstumsplänen von Renault“, sagt Bernard Cambier, Senior Vice President und Chairman der Region Africa-Middle East-India.

Eine zentrale Rolle für den Erfolg der Marke in Indien spielt der Duster, der auf dem Subkontinent ebenso wie der Lodgy unter dem Markennamen Renault verkauft wird. Allein das SUV-Modell erhielt 31 Auszeichnungen und wurde zum „Indischen Auto des Jahres 2013“ gewählt. Darüber hinaus erhielt der Duster den Preis „TNS Voice of Customer“ für höchste Kundenzufriedenheit. Insgesamt erhielt Renault bereits 40 Aus­zeichnungen sowohl von Kunden, als auch von Fahrzeug­spezialisten.

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