Grand Prix von Malaysia

Sebastian Vettel beschert dem Renault Energy F1-2014 den ersten Podiumsplatz Der zweite Formel 1-Grand Prix der Saison f...

31. Mär 2014

Sebastian Vettel beschert dem Renault Energy F1-2014 den ersten Podiumsplatz

Grand Prix Malaysia Red Bull

Der zweite Formel 1-Grand Prix der Saison fand in Malaysia unter erschwerten Bedingungen statt: 32 Grad Celsius Luft-, 50 Grad Asphalttemperatur und eine Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent bedeuteten für Mensch und Material enorme Strapazen. Dennoch konnte der neue 1,6-Liter-Turbomotor von Weltmeister Renault – der ENERGY F1-2014 – sein Leistungspotenzial unter Beweis stellen. Der amtierende Champion Sebastian Vettel fuhr in seinem Red Bull Racing-Renault auf den dritten Platz. Im Qualifying hatte der Heppenheimer die Pole Position um lediglich 55 Tausendstelsekunden verpasst. Sein Teamkollege Daniel Ricciardo überzeugte ebenfalls mit einer starken Vorstellung, stellte seinen Red Bull RB10 jedoch nach einem Defekt am Frontflügel und dem damit einhergehenden Zeitverlust vorzeitig ab.

Die Resultate des Großen Preises von Malaysia Team für Team:

Red Bull Racing

Sebastian Vettel fiel beim Start zunächst hinter Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Daniel Ricciardo auf Rang vier zurück. In Runde vier erkämpfte sich Vettel jedoch den dritten Rang zurück. Der Red Bull Racing-Pilot setzte auf eine Drei-Stopp-Strategie. Am Ende kam der Deutsche mit sieben Sekunden Rückstand auf den Zweitplatzierten Nico Rosberg als Dritter ins Ziel. Auch Daniel Ricciardo stellte die Konkurrenzfähigkeit des neuen ENERGY F1-2014 von Renault unter Beweis und sah bereits wie der sichere Viertplatzierte aus. Dann büßte der Australier bei seinem letzten Boxenstopp aufgrund eines Problems am linken Vorderrad viel Zeit ein. Ein Defekt am Frontflügel zwang ihn zu einem erneuten Halt. Im 52. Umlauf stellte er seinen RB10 vorzeitig in der Box ab.

Scuderia Toro Rosso

Newcomer Daniil Kvyat knüpfte an seine starke Australien-Vorstellung an: Bei seinem zweiten Formel 1-Rennen kam der junge Russe zum zweiten Mal in die Punkte. Er beendete den Grand Prix von Malaysia auf Rang zehn. Sein Teamkollege Jean-Eric Vergne verlor beim Start zahlreiche Plätze, da sein Rennwagen aufgrund der hohen Außentemperaturen nicht die volle Motorleistung entwickelte. Sein Team konnte das Problem jedoch beheben. In Runde 20 zwang ihn ein Defekt an der Turbolader-Einlassseite zur vorzeitigen Aufgabe.

Lotus F1 Team

Romain Grosjean erreichte beim Großen Preis von Malaysia die erste Zielankunft für sein Team in diesem Jahr und krönte damit den Aufwärtstrend des Rennstalls über das gesamte Grand Prix-Wochenende. Der Lotus-Pilot kämpfte sich vom 16. Startplatz auf Rang elf nach vorne. In den letzten Runden verteidigte er seine Position erfolgreich gegen Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen. Grosjeans Teamkollege Pastor Maldonado musste seinen Lotus E22 in der Box abstellen, nachdem die Ingenieure einen Defekt im Ansaugbereich des Turboladers festgestellt hatten. Um einen größeren Schaden am Antriebsstrang zu vermeiden, beorderte ihn das Team in der siebten Runde in die Box.

Caterham F1 Team

Das britisch-malaysische Team lieferte bei seinem Heimspiel eine überzeugende Performance ab. Kamui Kobayashi konnte sich dank der Power des Renault ENERGY F1-2014 von Rang 20 bis auf Position 13 verbessern. Marcus Ericsson fuhr bis auf Platz 14 vor – der Schwede hatte das Rennen als 22. in Angriff genommen. Damit eroberte Caterham in der Konstrukteurswertung den zehnten Platz.

Rémi Taffin, Leiter des Renault Sport F1 Einsatzteams

„Wir freuen uns über den Podestplatz von Sebastian Vettel und ein weiteres Fahrzeug mit Power von Renault unter den besten Zehn. Dieses Ergebnis zeigt, dass wir in puncto Zuverlässigkeit enorm aufgeholt haben – auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt, bis wir das Niveau der schnellsten Konkurrenten erreichen. Auf dieser Vorstellung können wir jedoch bei den kommenden Rennen aufbauen.

Einige Fahrzeuge unserer Partnerteams litten heute unter Schwierigkeiten, die zu Problemen mit der Antriebseinheit führten – insbesondere bei den Rennwagen von Pastor Maldonado und Jean-Eric Vergne. Die Ursachen hierfür basieren unter anderem auf den hohen Außentemperaturen – von denen wir wussten, dass sie ein Risiko darstellen – sowie Undichtigkeiten im Bereich des Turboladers. Dies ist sehr schade, denn beide hätten heute die Chance gehabt, in die Punkte zu fahren.

Auch über die Zielankunft von Lotus freuen wir uns sehr. Romain Grosjean konnte während des Rennens Daten sammeln, die wichtige Rückschlüsse für die weitere Entwicklung liefern. Bei Pastor Maldonado verhinderte ein Defekt auf der Einlassseite des Turbos eine Zielankunft. Der Motor selbst trug hiervon keinen Schaden davon. Unsere Experten werden versuchen, diese Vorfälle auf dem Prüfstand zu rekonstruieren und Lösungen zu entwickeln, damit derartige Schwierigkeiten kein zweites Mal auftreten.

Ein großes Lob möchte ich Caterham aussprechen. Beide Fahrzeuge erreichten das Ziel und erwiesen sich als sehr konkurrenzfähig. Damit haben wir ein wichtiges Etappenziel unserer Partnerschaft erreicht und freuen uns nun gemeinsam auf den Großen Preis von Bahrain am kommenden Wochenende.

Insgesamt gesehen haben wir seit Melbourne viele Fortschritte erreicht. Was uns besonders optimistisch stimmt: Vor dem nächsten Grand Prix müssen wir keine substanziellen Probleme mehr lösen, sondern können uns jetzt auf die Steigerung der Motorleistung und der Performance konzentrieren.“

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