Deutschland-Debüt der Formel E in Berlin ein voller Erfolg

Formel E in Berlin Die rein elektrische FIA Formel E hat bei ihrem Deutschland-Debüt in Berlin, der „Hauptstadt der...

27. Mai 2015

Formel E in Berlin

Berlin, Formel E, 2015

Die rein elektrische FIA Formel E hat bei ihrem Deutschland-Debüt in Berlin, der „Hauptstadt der Elektromobilität“, eine großartige Visitenkarte abgegeben. Das Rennen auf dem Vorfeld des früheren Flughafens Tempelhof gewann der Belgier Jérôme d’Ambrosio (Dragon Racing) vor Sébastien Buemi (e.dams-Renault) und Loïc Duval (Dragon Racing). Abt-Pilot Lucas di Grassi hatte die Zielflagge als Erster gesehen, fiel aber wegen eines nicht reglementkonformen Frontflügels aus der Wertung.

Mit dem achten von elf Saisonläufen begann in Berlin am Pfingstwochenende die heiße Finalphase der Formel E-Weltmeisterschaft 2014/2015. Berlin gilt als Deutschlands „Hauptstadt der Elektromobilität“ und engagiert sich mit zahlreichen Projekten und Initiativen für eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung.

Mehr als 21.000 Zuschauer bevölkerten die Tribünen vor der beeindruckenden Kulisse des historischen Flughafens im Süden des Stadtzentrums und erlebten ein großartiges Deutschland-Gastspiel der innovativen emissionsfreien* Rennserie. Auf dem eigens für diesen Event angelegten Kurs bewiesen die Spark-Renault SRT_01E-Rennwagen – die unter Führung des Technischen Partners Renault Sport entstanden – erneut ihre Dynamik, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit.

In den freien Trainingssessions hatten die Tabellenführer Lucas di Grassi und Sébastien Buemi die Zeitenlisten angeführt. Das Qualifying dominierte dann Formel 1-Veteran Jarno Trulli in dem von seinem eigenen Team eingesetzten Spark-Renault. Der Start von der Pole Position brachte Trulli – 2004 in Monte Carlo Grand Prix-Sieger mit dem Renault F1 Team – jedoch kein Glück. Dem Italiener unterlief bereits in der dritten Kurve ein Fehler – so übernahm der Brasilianer Lucas di Grassi die Führung, die er kontinuierlich ausbaute.

Der zweifache Saisonsieger Sébastien Buemi ging in Runde sechs an Trulli vorbei, nur einen Umlauf später zogen Nick Heidfeld (Venturi) und Jérôme d’Ambrosio nach. Sportwagen-Weltmeister Buemi eröffnete die Jagd auf den Führenden, geriet jedoch gleichzeitig unter Druck von d’Ambrosio – der Belgier hatte zwischenzeitlich auch Lokalmatador Heidfeld passiert.

Beim obligatorischen Fahrzeugwechsel nutzte Jérôme d’Ambrosio dann seine Chance und schnappte sich Position zwei. Einzig der führende di Grassi hielt den Belgier auf Distanz und sah die Zielflagge mit sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Bei einer Untersuchung nach dem Rennen entdeckten die Technischen Kommissare dann verbotene Modifikationen am Frontflügel des Abt-Autos und schlossen den Brasilianer aus der Wertung aus. Damit stand Jérôme d’Ambrosio – in der Formel 1 bereits für Lotus-Renault im Einsatz – als Sieger des ePrix von Berlin fest. Sébastien Buemi verteidigte Rang zwei gegen die stark auftrumpfenden Verfolger Duval und Heidfeld.

In der Fahrerwertung übernahm Nelson Piquet jr. vom Team NEXTEV TCR die Führung. Der Brasilianer liegt zwei Zähler vor Sébastien Buemi. Dessen Rennstall e.dams-Renault führt die Teamwertung weiterhin klar an.

Im Rahmenprogramm erlebten die Zuschauer unter anderem einen Lauf zur Formel E-Schulserie. Dabei erhalten örtliche Schulen einen Rennwagenbausatz, den die Schüler selber komplettieren und im Rennen einsetzen. Zudem zeigte die traditionsreiche Formula Student mit Demonstrationsfahrten auf dem Rennkurs, welche beeindruckenden Fahrleistungen der Elektroantrieb ermöglicht. Renault war als Partner der emissionsfreien* Formel E-Weltmeisterschaft während der gesamten Veranstaltung prominent vertreten. Beispielsweise stand im Fanbereich, dem eVillage, ein in den Farben von e.dams-Renault lackiertes Showcar. Mit ihrer gesamten Palette an Renault Z.E.-Fahrzeugen (für Zero Emission*) zeigte die Marke 100% elektrische Serienfahrzeuge.

Der neunte Lauf zur FIA Formel E-Weltmeisterschaft 2014/2015 findet am 6. Juni in Moskau statt.

Rennergebnis

1. Jérôme d’Ambrosio (Dragon Racing) 33 Runden

2. Sébastien Buemi (e.dams-Renault) 2,433 s zurück

3. Loïc Duval (Dragon Racing) 3,508 s zurück

4. Nelson Piquet (NEXTEV TCR) 3,975 s zurück

5. Nick Heidfeld (Venturi) 13,046 s zurück

6. Stéphane Sarrazin (Venturi) 13,335 s zurück

7. Jean-Eric Vergne (Andretti) 13,678 s zurück

8. Sam Bird (Virgin Racing) 14,055 s zurück

9. Vitantonio Liuzzi (Trulli) 15,636 s zurück

10. Nicolas Prost (e.dams-Renault) 16,602 s zurück

Schnellste Runde: Nelson Piquet (NEXTEV TCR) 1.24,435 min

Gesamtwertung Fahrer nach acht von elf Rennen

1. Nelson Piquet (NEXTEV TCR), 103 Punkte

2. Sébastien Buemi (e.dams-Renault), 101 Punkte

3. Lucas di Grassi (Abt), 93 Punkte

4. Nicolas Prost (e.dams-Renault), 78 Punkte

5. Jérôme d’Ambrosio (Dragon Racing), 77 Punkte

6. Sam Bird (Virgin Racing), 68 Punkte

7. Antonio Felix da Costa (Amlin Aguri), 45 Punkte

8. Jean-Eric Vergne (Andretti), 40 Punkte

9. Jaime Alguersuari (Virgin Racing), 30 Punkte

10. Bruno Senna (Mahindra Racing) 28 Punkte

Gesamtwertung Teams nach acht von elf Rennen

1. e.dams-Renault, 179 Punkte

2. Dragon Racing, 116 Punkte

3. Abt, 115 Punkte

4. NEXTEV TCR, 107 Punkte

5. Virgin Racing, 98 Punkte

6. Andretti, 88 Punkte

7. Amlin Aguri, 48 Punkte

8. Mahindra Racing, 46 Punkte

9. Venturi, 34 Punkte

10. Trulli, 17 Punkte

*keine Emissionen im Fahrbetrieb

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